Yachthäfen: Marina-Ratgeber für die Türkei

Barbaros Yachting12 Min. Lesezeit
Gulets und Yachten vertäut in einer Marina in der Bucht von Göcek

Ein Yachthafen (Marina) ist eine touristische Küstenanlage, die für das Anlegen privater Boote und Yachten konzipiert ist und Strom, Wasser, Treibstoff, Kranservice sowie technischen Service unter einem Dach anbietet. Ein Handelshafen transportiert Fracht und Passagiere, eine Marina dagegen dient ausschließlich Freizeitbooten. Laut der vom türkischen Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, Generaldirektion für Werften und Küstenbauten, veröffentlichten Liste der Yachthäfen sind in der Türkei derzeit 61 Yachthäfen in Betrieb; die Gesamtliegeplatzkapazität dieser Anlagen beträgt 18.261 Liegeplätze im Wasser und 6.467 an Land. Weitere 21 Yachthäfen befinden sich im Bau oder in Planung und werden nach ihrer Fertigstellung zusätzliche 7.166 Liegeplätze im Wasser bringen. Gemessen an der Wasserliegeplatzkapazität ist die Setur Kalamış & Fenerbahçe Marina mit 1.290 Plätzen die größte Anlage; zählt man die Landkapazität hinzu, übernimmt die Marmaris Yat Marina mit 1.950 Booten die Spitzenposition.

Im Folgenden finden Sie die Marina-Liste nach Regionen, die Kapazitäten, die Kriterien für die Marina-Wahl sowie Hinweise dazu, welcher Hafen sich für welche Blue-Cruise-Route eignet.

Was ist ein Yachthafen und worin unterscheidet er sich von einem Hafen?

Im Türkischen bezeichnet das Wort „liman" sowohl das Handelsterminal, an dem Frachtschiffe anlegen, als auch die Marina, in der Boote liegen – daher kommt es häufig zu Verwechslungen. Der Unterschied liegt darin, welchem Schiffstyp die jeweilige Anlage dient.

In einem Handelshafen findet man Kräne, Containerflächen, Getreidesilos und Passagierterminals. In einem Yachthafen dagegen sind die Stege nach Bootslänge unterteilt, jeder Liegeplatz verfügt über einen Strom- und Süßwasseranschluss, und die Anlage bietet eine Tankstelle, einen Kranplatz (Travellift), eine Abfallannahmestelle und häufig auch ein Büro für Zoll- und Passformalitäten.

Daneben gibt es noch Fischerhäfen: Diese sind technisch gesehen reine Schutzanlagen und bieten keinen Marina-Service. In manchen Küstenorten legen Freizeitboote auch in Fischerhäfen an, doch die Infrastruktur für Strom, Wasser und Abfallentsorgung entspricht dort nicht dem Marina-Standard.

Welche Leistungen bietet eine Marina?

  • Liegeplatz (Mooring): Ein nach Bootslänge zugewiesener Platz, mit Festmacherboje oder Fingersteg.
  • Strom und Wasser: Anschlüsse am Steg; bei großen Yachten Dreiphasenstrom.
  • Treibstoff: Tankstelle innerhalb der Anlage oder in unmittelbarer Nähe.
  • Kranservice und technischer Service: Die Travellift-Kapazität bestimmt, bis zu welcher Bootslänge die Marina Service bieten kann.
  • Abfallannahme: Entsorgung von Bilgenwasser, Altöl und Abwasser. In der Türkei wird die Abfallabgabe von Freizeitbooten registriert.
  • Zoll und Pass: Nur in Marinas mit dem Status „Ein- und Ausreisehafen". Wichtig, wenn Sie ins Ausland weiterfahren.
  • Sicherheit, Kameraüberwachung, Brandschutzsystem und Personal während der gesamten Saison.

Wie viele Yachthäfen gibt es in der Türkei?

Die Tabelle des Ministeriums gliedert sich in zwei Abschnitte:

StatusAnzahl der AnlagenKapazität im WasserKapazität an Land
In Betrieb befindliche Yachthäfen6118.2616.467
Im Bau / in Planung217.1662.496

Diese Zahl ist nicht in Stein gemeißelt. Die Liste umfasst sowohl große private Marinas als auch kleine, von Gemeinden betriebene Yachthäfen; auch Boutique-Anlagen mit einer Kapazität von 10 bis 50 Booten stehen in derselben Tabelle. Sobald neue Marinas in Betrieb gehen oder bestehende Anlagen Stege erweitern, ändern sich die Zahlen – bei der Planung lohnt es sich daher, die aktuelle Liste zu prüfen.

Die geografische Verteilung ist ungleichmäßig: Der Großteil der Kapazität konzentriert sich an der Ägäis- und Mittelmeerküste. Am Schwarzen Meer ist Trabzon der einzige in Betrieb befindliche Yachthafen. In der Marmararegion wiederum liegen die Anlagen überwiegend im Umkreis von Istanbul.

Wie sieht die Marina-Landkarte der Türkei aus?

Folgt man der Küste von West nach Ost, gruppieren sich die Anlagen in vier Cluster:

  • Marmara-Cluster: Umgebung von Istanbul. Anlagen mit hoher Kapazität, überwiegend für Jahresliegeplätze; je ein Standort in Çanakkale und Yalova.
  • Ägäis-Cluster: Beginnt bei Ayvalık und zieht sich über Çeşme, Kuşadası und Didim bis zur Halbinsel Bodrum. Hier befinden sich die meisten Startpunkte der Sommerrouten.
  • Muğla–West-Mittelmeer-Cluster: Die Linie Bodrum, Gökova, Marmaris, Göcek, Fethiye und Kaş. Die dichteste Charterregion der Türkei – die Marinas liegen jeweils eine Tagesfahrt voneinander entfernt.
  • Ost-Mittelmeer-Cluster: Antalya, Kemer, Alanya und Mersin. Geeignet für die Überwinterung und für Boote mit langen Routen.

Das Schwarze Meer bleibt bei dieser Karte außen vor: Die einzige in Betrieb befindliche Anlage liegt in Trabzon.

Yachthäfen nach Regionen

Yachthäfen in Istanbul und der Marmararegion

Istanbul ist die Stadt mit der höchsten Liegeplatzkapazität der Türkei. Die Anlagen am Bosporus und an der Marmaraküste arbeiten vorwiegend mit Jahresliegeplätzen; der sommerliche Transitverkehr entlang der Route ist hier nicht annähernd so dicht wie in der Ägäis oder am Mittelmeer.

YachthafenStadtIm WasserAn Land
Setur Kalamış & Fenerbahçe MarinaIstanbul1.290220
Pendik Marina (Marintürk Cityport)Istanbul75270
Tuzla Marina (Viaport)Istanbul75070
Ataköy MarinaIstanbul700100
West İstanbul MarinIstanbul600300
Güzelce MarinaIstanbul250120
Marina İstanbul (Büyükçekmece)Istanbul24080
Tarabya İsparkIstanbul210
İstinye İsparkIstanbul180
Setur Yalova MarinaYalova24080
Çanakkale Belediye Yat LimanıÇanakkale120
Bozcaada MarinaÇanakkale30

Auch der Tekirdağ Yat Limanı steht auf der Liste des Ministeriums, allerdings nicht im Abschnitt der in Betrieb befindlichen Anlagen: Das Projekt mit einer geplanten Kapazität von 200 Wasser- und 30 Landliegeplätzen befindet sich in der Ausschreibungsphase. Ebenso sind für Silivri, Haliç und Kumburgaz Yachthafenprojekte verzeichnet.

Ägäis: Izmir, Aydın und die nördliche Ägäis

YachthafenLageIm WasserAn Land
D-Marin DidimAydın580600
Teos MarinaIzmir51080
Setur Kuşadası MarinaAydın450150
IC Çeşme MarinaIzmir400100
Alaçatı Yat LimanıIzmir300
Levent MarinaIzmir25030
Burhaniye Yat LimanıBalıkesir25050
Setur Ayvalık MarinaBalıkesir20070
Setur Altınyunus MarinaIzmir18060
Foça MarinaIzmir150

Die Route in der nördlichen Ägäis (Ayvalık–Foça–Çeşme) ist in den Sommermonaten für den Meltemi bekannt und wird vor allem von Segelbooten bevorzugt. Kuşadası und Didim wiederum dienen als Ein- und Ausreisepunkte für den Übergang zu den griechischen Inseln.

Marinas auf der Halbinsel Bodrum

Bodrum allein beherbergt vier große Marinas und mehrere Boutique-Anlagen. Zwischen dem Norden der Halbinsel (Yalıkavak, Türkbükü) und dem Süden (Bodrum-Zentrum, Turgutreis) gibt es deutliche Unterschiede in Bezug auf Wind und Besucherandrang.

YachthafenIm WasserAn Land
Palmarina Bodrum (Yalıkavak)710140
D-Marin Turgutreis550150
Milta Bodrum Marina42550
Bodrum Belediye Liman İşletmesi300
Port Atami (Bodrum)40
Alacatur Bodrum4012

Die Yalıkavak-Seite ist das Zentrum des Superyacht-Verkehrs; die Stege sind auf große Boote ausgelegt, und ringsum gibt es eine Vielzahl an Restaurants und Geschäften. Turgutreis blickt nach Westen, Richtung Sonnenuntergang und Kos, und ist ein praktischer Ausgangspunkt für alle, die zu den griechischen Inseln aufbrechen. Die Milta Bodrum Marina wiederum liegt mitten im Zentrum, direkt an der Burg. Die Buchten rund um Bodrum und mögliche Routenvarianten haben wir ausführlich auf unserer Bodrum-Destinationsseite beschrieben; für Tagesausflüge lohnt sich ein Blick in unseren Bodrum-Bootstour-Guide.

Yachthäfen in Göcek und Fethiye

Göcek ist im Verhältnis zu seiner Fläche der Ort mit der dichtesten Marina-Konzentration der Türkei. In der Bucht liegen sechs eigenständige Anlagen, alle nur etwa fünfzehn Fahrminuten voneinander entfernt.

YachthafenLageIm WasserAn Land
Fethiye Bel. Göcek Liman TesisiGöcek490250
Ece MarinaFethiye460
D-Marin GöcekGöcek380150
Marintürk Göcek Village PortGöcek220200
Club MarinaGöcek200
Fethiye Belediye İskele ve RıhtımıFethiye150
Marintürk Exclusive GöcekGöcek100
Skopea MarinaGöcek85

Der Reiz Göceks liegt weniger an den Marinas selbst als an der Lage: Der Golf von Fethiye und die Region der Zwölf Inseln bieten dank ihrer geschützten Buchten auch Gästen ohne Hochseeerfahrung eine angenehme Route. Der Großteil der Charteryachten startet die Saison von hier aus. Wenn Sie die Region nicht kennen, erklärt unser Artikel Wo liegt Göcek und wie kommt man hin die Anreise, während der Göcek-Bootscharter-Guide Route und Bootswahl behandelt. Für die Fethiye-Seite bieten der Fethiye-Yachtcharter-Guide und die Fethiye-Destinationsseite weitere Details.

Marmaris, Datça und Gökova

YachthafenLageIm WasserAn Land
Marmaris Yat Marina (Adaköy)Marmaris7501.200
Netsel MarinaMarmaris720130
Gökova Ören Yat LimanıMuğla420130
Martı MarinaMarmaris380100
Güllük Yat Limanı (Egesu)Muğla300
Port Iasos MarinaMuğla150
Pupa Yat MarinaMarmaris50
Albatros MarinaMarmaris40
Yatch Otel Club & MarinaMarmaris32
Global Sailing Butik MarinetteMarmaris30
Kumlubükü Yat LimanıMarmaris10

Bei der Landkapazität ist Marmaris in der Türkei konkurrenzlos: Allein die Yat Marina kann 1.200 Boote an Land unterbringen, was die Region zu einem Zentrum für Überwinterung und Wartung gemacht hat. Netsel liegt dagegen im Stadtzentrum, in Gehweite zum Basar. Auch für Datça steht ein Yachthafenprojekt mit einer geplanten Wasserkapazität von 500 Liegeplätzen auf der Liste des Ministeriums. Für die Routenplanung helfen der Marmaris-Yachtcharter-Guide und die Marmaris-Destinationsseite weiter.

Mittelmeer: Antalya, Kaş, Finike, Alanya, Mersin

YachthafenLageIm WasserAn Land
Mersin MarinaMersin500500
Setur Kaş MarinaAntalya472160
Setur Finike MarinaAntalya320150
Alanya MarinaAntalya287160
Setur Antalya MarinaAntalya235150
Kemer Türkiz Marina (G-Marina)Antalya230140
Kumkuyu Yat LimanıMersin250200
Ant MarinAntalya120100
Kaş Belediye LimanıAntalya100
Kaleiçi MarinaAntalya65
Kalkan Belediye LimanıAntalya50

Wer in Antalya einen Yachthafen sucht, hat drei Optionen, die sich je nach Zweck unterscheiden: Kaleiçi ist ein kleiner Yachthafen direkt unterhalb der historischen Stadtmauern, die Setur Antalya Marina ist eine voll ausgestattete Anlage am Stadtrand, und die Türkiz Marina in Kemer bildet das östliche Ende der Lykischen Route. Finike und Kaş sind bei Langstreckenbooten beliebt, die einen Liegeplatz für die Wintersaison suchen.

Schwarzes Meer

In der Liste der in Betrieb befindlichen Anlagen des Ministeriums ist der Trabzon Yat Limanı (175 Plätze im Wasser, 50 an Land) der einzige Yachthafen an der Schwarzmeerküste. In Städten wie Samsun, Sinop oder Ordu taucht keine Anlage mit Marina-Status in der Liste auf; Freizeitboote nutzen an dieser Küste in der Regel Fischerhäfen. Das ist der Hauptgrund, warum die Infrastruktur für den Yachttourismus am Schwarzen Meer weit hinter der Ägäis-Mittelmeer-Achse zurückbleibt.

Welches ist der größte Yachthafen der Türkei?

Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, welche Kapazität man zugrunde legt.

Die Top 5 nach Wasserliegeplatzkapazität:

  1. Setur Kalamış & Fenerbahçe Marina — 1.290
  2. Pendik Marina (Marintürk Cityport) — 752
  3. Marmaris Yat Marina — 750
  4. Tuzla Marina (Viaport) — 750
  5. Netsel Marina — 720

Die Top 3 nach Gesamtkapazität (Wasser + Land):

  1. Marmaris Yat Marina — 1.950
  2. Setur Kalamış & Fenerbahçe Marina — 1.510
  3. D-Marin Didim — 1.180

Der Titel „größter Yachthafen" gehört also, betrachtet man nur die Wasserliegeplätze, der Kalamış-Marina – bezieht man die Überwinterungskapazität mit ein, geht er an Marmaris. Physische Größe bedeutet für Bootsbesitzer aber nicht automatisch die beste Wahl; entscheidend ist, ob die Anlage zu Ihrem Boot und Ihrer Route passt.

Worauf sollte man bei der Marina-Wahl achten?

Maximale Bootslänge und Tiefgang. Jede Marina hat eigene Grenzwerte für Länge und Tiefgang. Bei Yachten über 40 Metern schrumpft die Auswahl schnell.

Status als Ein- und Ausreisehafen. Wenn Sie zu den griechischen Inseln übersetzen möchten, müssen Sie von einer Marina aus starten, in der Zoll- und Passabfertigung möglich ist. Bodrum, Marmaris, Fethiye, Kuşadası und Kaş sind hierfür die gängigsten Anlaufpunkte.

Kranservice-Kapazität. Wenn Sie eine Überwinterung oder Wartung an Land planen, ist die Tonnage des Travellifts ausschlaggebend.

Windschutz. Aus welcher Richtung eine Marina Wind abbekommt, ist wichtig – besonders in der Ägäis, wo der Meltemi nachmittags auffrischt.

Anreise. An- und Abreise der Gäste hängen direkt von der Entfernung zum Flughafen ab. Marinas in der Nähe der Flughäfen Dalaman, Bodrum-Milas und Antalya sind deshalb für Charter besonders vorteilhaft.

Saisonale Auslastung. Im Juli und August wird es in beliebten Marinas schwierig, einen Transitliegeplatz zu finden; eine vorherige Reservierung ist ratsam.

Was man beim Anlegen in der Marina wissen sollte

Melden Sie sich vorab per Funk. Jede Marina hat ihren eigenen VHF-Kanal, der in der Marina-Liste der Handelskammer für Seefahrt veröffentlicht wird. Die Marina beim Anfahren zu rufen und sich nach dem verfügbaren Platz sowie dem zugewiesenen Steg zu erkundigen, ist der praktischste erste Schritt, bevor Sie in einem vollen Hafenbecken zu manövrieren beginnen.

Hilfe durch das Marinapersonal ist Standard. In den meisten türkischen Marinas gibt es Personal, das per Beiboot oder vom Steg aus beim Anlegen hilft. Bei Stegen mit Bojensystem reichen sie Ihnen die Festmacherleine.

Check-in-Unterlagen. Je nach Anlage unterschiedlich, in der Regel werden jedoch Bootspapiere, Versicherungspolice und Bootsführerschein verlangt. Bei Booten unter fremder Flagge werden beim Check-in zudem Transitlog- und Passformalitäten abgewickelt.

Die Abfallabgabe wird registriert. Die Abgabe von Bilgenwasser, Altöl und Abwasser durch Freizeitboote ist in der Türkei an ein Nachverfolgungssystem gekoppelt; die Abfallannahme der Marinas ist Teil dieses Systems. Genau das ist der Grund, warum beim Ankern in einer Bucht nichts ins Meer abgelassen werden darf.

Eine Platzgarantie gibt es nur mit Reservierung. Im Juli und August sind Transitliegeplätze in beliebten Marinas begrenzt. Wenn Sie auf Ihrer Route eine Übernachtung in einer Marina einplanen, reservieren Sie den Platz im Voraus.

Marina, Bucht und Stadtsteg: Wo übernachtet man auf der Route?

An der türkischen Küste verbringt man die meisten Nächte einer einwöchigen Route nicht in der Marina, sondern in einer Bucht. So unterscheiden sich die drei Optionen:

MarinaBucht (vor Anker)Stadtsteg
Strom–WasserVorhandenNicht vorhanden (Generator und Tank)Meist begrenzt
An Land gehenVom Steg ausMit dem Beiboot oder über den Restaurantsteg in der BuchtDirekt
KostenLiegeplatzgebührIn der Regel kostenlos; beim Anlegen am Restaurantsteg wird eine Mahlzeit erwartetGemeindetarif
WindschutzAm höchstenAbhängig von der Ausrichtung der BuchtUnterschiedlich
Lärm und AndrangMittelAm geringstenAm höchsten

In der Praxis sieht eine typische Woche so aus: Start in der Marina, fünf bis sechs Nächte in Buchten, dazwischen ein Tag Pause in einer Marina oder an einem Stadtsteg für Proviant und Süßwasser, letzte Nacht zurück im Starthafen. Wer dem Trubel entgehen möchte, fährt meist angenehmer, wenn die Anzahl der Nächte in der Marina auf ein Minimum reduziert wird.

Wie setzen sich die Marina-Preise zusammen?

Da die Liegeplatzgebühren von Marina zu Marina und je nach Saison variieren, wäre eine einzelne Zahl irreführend. Folgende Faktoren bestimmen den Preis:

  • Bootslänge und -breite. Die Tarife werden meist pro Meter oder Quadratmeter berechnet; Katamarane werden aufgrund ihrer Breite höher berechnet.
  • Vertragsdauer. Der tägliche Transitliegeplatz ist pro Meter deutlich teurer als ein Monats- oder Jahresvertrag.
  • Saison. Die Sommertarife liegen über den Wintertarifen.
  • Lage und Ausstattungsniveau. Zwischen Marinas mit Superyacht-Infrastruktur und einem von einer Gemeinde betriebenen Yachthafen besteht ein erheblicher Unterschied.
  • Zusätzliche Posten. Strom und Wasser werden nach Zähler abgerechnet, Kranservice und Landliegezeit separat in Rechnung gestellt.

Für aktuelle Zahlen lohnt sich ein Blick in den von der jeweiligen Marina veröffentlichten Tarif; die Preislisten werden zu Saisonbeginn aktualisiert. Wenn Sie wissen möchten, wie Betriebskosten wie Liegeplatz- und Treibstoffgebühren bei einer gecharterten Yacht abgerechnet werden, erklären wir die Logik dahinter in unserem Artikel Was ist APA?

Marinanutzung auf Blue-Cruise-Routen

Für die meisten Gäste, die mit einer Charteryacht unterwegs sind, ist die Marina Start- und Endpunkt der Route; die Nächte dazwischen verbringt man in der Regel vor Anker in Buchten. Da die Buchtenkultur an der türkischen Küste stark ausgeprägt ist, sind auf einer einwöchigen Route zwei bis drei Marina-Stopps normal: einer zum Start, einer für Proviant und Treibstoff, einer für die Rückkehr.

Der Großteil unserer Routen startet in Bodrum, Göcek, Fethiye und Marmaris. Da der Starthafen die bereiste Region bestimmt, ist genau das die Entscheidung, die vor der Bootswahl getroffen werden sollte. Auf unserer Blue-Cruise-Seite finden Sie die Logik hinter den Routen, im Bereich Destinationen erfahren Sie, welche Buchten Sie ansteuern können.

Je nach Bootstyp gibt es drei Optionen: Wenn Sie die gesamte Yacht für sich allein mieten möchten, ist die private Yachtcharter die richtige Wahl, für die Teilnahme mit Kabinenbuchung die Kabinencharter, und für einen einzelnen Tagesausflug auf See die Tagestouren mit dem Boot. Wenn Sie Route und Marina-Wahl gemeinsam mit uns festlegen möchten, kontaktieren Sie uns.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Yachthäfen gibt es in der Türkei?

In der Yachthafenliste des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur sind 61 in Betrieb befindliche Anlagen verzeichnet. Deren Gesamtliegeplatzkapazität liegt bei 18.261 Booten im Wasser und 6.467 an Land. Weitere 21 Yachthäfen befinden sich im Bau oder in Planung.

Welches ist der größte Yachthafen der Türkei?

Gemessen an der Wasserliegeplatzkapazität ist es die Setur Kalamış & Fenerbahçe Marina (1.290 Boote). Rechnet man die Landkapazität hinzu, ist die Marmaris Yat Marina mit 1.950 Booten die größte Anlage.

Was ist ein Yachthafen?

Eine touristische Küstenanlage, in der private Boote und Yachten anlegen und die Strom, Wasser, Treibstoff, Kranservice, technischen Service sowie Abfallannahme unter einem Dach bietet. Sie unterscheidet sich sowohl vom Handelshafen, der Fracht und Passagiere befördert, als auch vom Fischerhafen, der lediglich Schutz bietet.

Wie viele Yachten gibt es in der Türkei?

Für die Anzahl privater Boote gibt es keine einzelne, regelmäßig veröffentlichte offizielle Zahl; in der Branche wird die Größenordnung meist über die Marina-Kapazität angegeben. Die Gesamtliegeplatzkapazität in der Liste des Ministeriums beträgt 18.261 Boote im Wasser und 6.467 an Land – das ist also die Obergrenze, die die Infrastruktur aufnehmen kann.

Gibt es in Antalya einen Yachthafen?

Ja, sogar mehrere. Die Setur Antalya Marina, die Kaleiçi Marina und Ant Marin liegen im Stadtgebiet; in Kemer gibt es die Türkiz Marina (G-Marina), im Westen Finike und Kaş, im Osten die Marina in Alanya.

Gibt es in Samsun einen Yachthafen?

Samsun steht nicht auf der Liste der in Betrieb befindlichen Yachthäfen des Ministeriums. Der einzige an der Schwarzmeerküste gelistete Yachthafen ist der Trabzon Yat Limanı.

Ist der Tekirdağ Yat Limanı bereits in Betrieb?

Der Tekirdağ Yat Limanı steht in der Liste des Ministeriums nicht unter den in Betrieb befindlichen Anlagen; das Projekt mit einer geplanten Kapazität von 200 Wasser- und 30 Landliegeplätzen befindet sich noch in der Ausschreibungsphase.

Wie hoch ist die Liegeplatzgebühr in einer Marina?

Da die Gebühr von Bootslänge, Vertragsdauer und Saison abhängt, gibt es keine feste Zahl. Der tägliche Transitliegeplatz ist pro Meter am teuersten, der Jahresvertrag am günstigsten; Strom und Wasser werden meist zusätzlich nach Zähler abgerechnet. Für die aktuellen Tarife lohnt sich ein Blick in die von der jeweiligen Marina veröffentlichte Preisliste.

Von welcher Marina aus reist man zu den griechischen Inseln?

Von Marinas mit dem Status eines Ein- und Ausreisehafens, in denen Zoll- und Passabfertigung möglich ist. In der Ägäis werden Bodrum, Marmaris, Fethiye, Kuşadası und Kaş zu diesem Zweck am häufigsten genutzt.

Die Kapazitäts- und Anlagenzahlen basieren auf der vom türkischen Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, Generaldirektion für Werften und Küstenbauten, veröffentlichten Yachthafenliste. Sobald neue Anlagen in Betrieb gehen, können sich die Zahlen ändern.

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